Matthäus 21,22
Andachten
Alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubt, werdet ihr's empfahen.
Es ist eins der steten Wunder in dem neuen Bund, in dem wir leben, dass wir in Christus Frieden haben in aller Trübsal und dass wir durch ihn die Kraft haben, im Gebet von dem Herrn alle Dinge, die für das irdische Leben und die Gottseligkeit nötig sind, zu erhalten. Der Glaube kann eine leere Kasse füllen, dem Hunger Speise verschaffen, ein hartes Herz erweichen, Krankheit heilen, eine Empörung dämpfen, einer Seuche Einhalt tun. Der Scheinglaube eines Schwindlers oder Heuchlers gilt nichts, aber der echte Glaube ergreift und hält die göttliche Verheißung und tut große Wunder. Möchtet ihr doch so an Gott glauben, dass ihr euch in allen Verhältnissen des Lebens auf ihn stützen könntet! Ihr würdet dann in einer ganz neuen Welt leben und die Wahrheit unsres heiligen Glaubens würde euch so kräftig bestätigt, dass ihr die Zweifler verlachen könntet. Kindlicher Glaube gibt redlichen Herzen eine Weisheit, einen geheiligten Verstand auch für die Dinge des gewöhnlichen Lebens. Wer kindlich glaubt, mag als Tor verlacht werden, aber er besitzt eine Weisheit, die von oben kommt und zuletzt alle Schlauheit der Gottlosen zunichtemacht. Nichts verwirrt einen boshaften Feind so, wie die furchtlose Offenheit eines Glaubensmannes. Der Gläubige fürchtet keine Gefahr, denn sein Herz ist ruhig im Vertrauen auf Gott. Auf tausenderlei Weisen versüßt und bereichert der Glaube das Leben, wenn er uns auch nicht alle Not erspart. Die Verheißung lautet ja: „Solches habe ich mit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, Ich habe die Welt überwunden.“ (Charles Haddon Spurgeon)