Matthäus 16,17
Andachten
“Selig bist du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“
Aus dir selber, will der Heiland sagen, hast Du das nicht heraus gebracht; das hat dir müssen gegeben sein. Alles Große, Göttliche, unmittelbar von Oben Kommende glaubt kein Mensch aus sich selber. Denn Fleisch und Blut steht dawider. Deswegen glaubt auch in unsrer Zeit fast Niemand. Sie können es nicht aus sich selber glauben, und doch ist es so Sitte geworden, dass nur das was gilt, was die Menschen aus sich selber haben. Es ist freilich oft zu verwundern, wie arg die Leute sich sperren und wie dagegen sich bäumen, wenn man von einer unmittelbaren Offenbarung des HErrn redet, die Er kund geben könnte. Obgleich in der Bibel genug von Seiner Offenbarung steht, so glaubt doch fast kein Mensch, dass Gott das wieder tun könne und zu tun bereit sei, was Er damals getan hat. Sie können mit ihrem Geist gar nicht dran hin; und warum? Weil ihr Geist die Eingebungen von Fleisch und Blut gewohnt ist; dann wird Er dem Göttlichen entfremdet. Doch bricht sich allmählig auch was Besseres Bahn, und manchmal kann man da und dort ein Wort hören, aus dem doch die Hoffnung herausstrahlt, dass JEsus Christus ist gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit, und zwar auch in Seinen Bezeugungen und Erweisungen Seiner Herrlichkeit an die Menschenkinder.
HErr unser Heiland! Wir bitten Dich, Du wollest auch heute uns nahe sein mit Deiner Freundlichkeit, wie Du's allezeit gewesen bist. Wir befehlen Leib und Seele in Deine Hand und warten der großen Zeit, die kommen wird, da du alles neu machst. Amen. (Christoph Blumhardt)