Matthäus 12,30
Andachten
“Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“
Wenn ich will des Heilands sein und bin doch nicht mit Ihm, so tue ich Ihm keinen Gefallen. Im Gegenteil, es können andere auf mich hinsehen und sagen: „Der will ein Christ sein und ist daneben so! dann bleib' ich weg!“ und bleiben durch meine Schuld vom Heiland fern. Es ist nicht einerlei, wie wir uns bezeugen, ob als hinterm Ofen stehend, oder vor dem Fenster. Wenn wir uns nicht als Sein zu erkennen geben, so ist es Ihm ein Schaden an den Seelen; und wenn wir Ihm nicht helfen Seine Kinder sammeln, so stöbern wir sie auseinander. Das Mit Ihm sein“ heißt: tätig, aktiv mit Ihm sein. Das untätige Wesen ist wider Ihn. Wenn ich noch so viel andächtle mit Ihm, so heißt das noch nicht, mit Ihm sein; wenn ich noch so viel gute Gedanken über Ihn habe und finde, so sind das eben Gedanken, weiter nichts. Wenn ich mich aber bezeuge als Eins mit Ihm, das ist's, was Ihm nützt. Wenn ich also so mit Ihm bin, dass ich als Sein Streiter um Ihn her bin, dann bin ich für Ihn. Wenn ich aber so faul bin und nicht mit Ihm gehe, dann bin ich wider Ihn. Ja wir haben so viel Christen im Ruhestand, und damit ist nichts getan. Wir sollen tätig sein für Ihn, dann sind wir Seine rechten Freunde.
O HErr, unser Heiland! Ja Dir vertrauen wir, auf Dich werfen wir uns auch heute; und Du wollest uns nicht verlassen, wollest mit uns sein, gleichwie wir mit Dir sein wollen und mit unserem ganzen Bezeugen Dir dienen. Lass uns und alle Deine Kinder am heutigen Tag unter Deinem Schutz und Deiner Gnade stehen und hilf uns durch in allem bis auf die große Zeit hin, die alles uns bringt, was Du Deinen Kindern zugedacht hast. (Christoph Blumhardt)