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Psalm 51,3

Psalm 51,3

Andachten

Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte und tilge meine Sünden nach Deiner großen Barmherzigkeit!
(Ps. 51, 3.)

Muss da nicht jeder willig einstimmen in den Ruf: Weg Welt, weg Sünde, dir geb ich nicht mein Herz, nur JEsu, Dir ist dies Geschenk zugericht, behalt es für und für! Das soll jetzt aufs Neue unser Vorsatz sein in dieser heiligen Passionszeit, deren Wochen dem dankbaren Andenken an Jesu Leiden und Tod gewidmet sind. Da soll das Bild des Gekreuzigten uns lebhafter vor der Seele stehen und wir sollen in herzlicher Buße über alle unsere Sünden sagen: Weil meine Sünden dem HErrn JEsu die größten Schmerzen, ja den bitteren Tod verursacht haben, so soll ich an der Sünde keine Lust mehr haben, sondern sie fliehen und meiden, hingegen soll ich meinem Heiland und Erlöser als Sein Eigentum allein zur Ehre leben, leiden und sterben. Das ist die echte Buße , Reue und Leid und Abscheu über alles, wodurch wir unseren allerbesten Seelenfreund, dem wir alles schuldig sind, betrüben und eine solche Liebe zu Ihm, die völlig sich selbst Ihm opfert und danach trachtet, Ihm in allem zu gefallen, wie unser schönes Lied sagt:

Lass mich nach dieser Ehre trachten,
Dass ich nur Dir gefällig sei
Und lernte diese Welt verachten,
Die nichts ja hat als Täuscherei!
Wer aber Dir, o Gott gefällt,
Der hat das beste Teil erwählt!

Amen. (Sixtus Carl von Kapff)


Als ein teurer Gottesmann, ein Licht der Gemeinde auf Erden, von einer gefährlichen Krankheit befallen wurde, fragte man ihn: „Wenn diese Krankheit sollte zum Tode sein, welche Schriftstelle soll zum Text der Leichenrede gewählt werden?“ Er antwortete: „Ach, ich fühle, dass ich ein armes, sündhaftes Geschöpf bin, das nicht wert ist, dass man irgendetwas von ihm sage; wenn aber eine Leichenrede notwendig ist, so sei es über die Worte: Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte, und tilge meine Sünden nach Deiner großen Barmherzigkeit.“ Derselbe Geist der Demut leitete ihn bei der Anordnung der Inschrift, die auf seinen Grabstein sollte gesetzt werden. Dieselbe sollte weiter nichts enthalten als seinen Namen, seinen Geburts- und seinen Sterbetag, und die Worte: „Hier ruht ein armer, elender, hilfloser Erdenwurm, der sich den Liebesarmen der göttlichen Barmherzigkeit anvertraut.“ Der erfahrenste und geliebteste Heilige kann seinem Gott nicht anders begegnen, als wenn er sich auf die freie Gnade stützt. Die Edelsten des menschlichen Geschlechts sind sich vor andern bewusst, dass sie im besten Falle Menschen sind. Leere Boote ragen weit über die Oberfläche des Wassers empor; aber Schiffe, die mit himmlischen Gütern beladen sind, gehen tief im Wasser: bloße Wortchristen machen viel Rühmens, aber wahrhafte Kinder Gottes schreien um Gnade über ihre Unwürdigkeit. Wir haben's nötig, dass der Herr uns gnädig sei, gnädig sei unsern Werken, unsern Gebeten, unsern Zeugnissen, unsern Almosen und aller unsrer Heiligkeit. Das Blut ward nicht nur auf die Pfosten und Schwellen der Wohnungen Israels gesprengt, sondern auch aufs Heiligtum, auf den Gnadenstuhl und auf den Altar; weil sich die Sünde auch in unsre heiligsten Angelegenheiten eindrängt, ist das Blut Jesu unentbehrlich, um sie von aller Befleckung zu reinigen. Wenn die Gnade schon unsre Gottesdienste versöhnen muss, wie muss es erst um unsre Sünden stehen? Wie lieblich ist doch der Gedanke, dass die ewige Barmherzigkeit uns will Gnade erweisen, unsre Verirrungen heilen, und unsre zerschlagenen Gebeine erquicken! (Charles Haddon Spurgeon)

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