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Lieder zu Psalm 149

Lieder zu Psalm 149

Hans Sachs

Cantate domino canticum nouum.
SInget dem Herren ein newes lied
in der heyligen gemeyne,
Israel frew sich seyner güt,
des, der jn machet reyne!
Frölich sind die kinder Zion
ob jrem edlen Künig fron,
Loben seyn nam im rayen.

Mit Paucken, Harpffen spilen sie:
der Herr hat wolgefalle
An seynem volck, er zieret die
ellenden mit heyl alle,
Die heyligen sind frölich in eher,
jren halß Got erhöhet seer,
Schwerdt sind in jren henden.

Zu yeben untern Heyden rach,
straff, peyn völckern in landen,
Ir Künig mit kein zu binden, ach!
jr edlen mit süß banden,
Das sie an jn thun das gericht,
daruon geschriben ist, solch frücht
Haben all sein heyligen!

Heinrich Vogtherr

Domine probasti me.
Ein Rhum vnd Bett Psalm/ von den grossen wunderen Gottes/ die er in vnser der menschen erschöpffung/ erhaltung vnd regierung beweiset/ Vnd das vns Gott von den gottlosen erretten wölle.

HERR Gott der du erforschest mich/
Erkenst mein gantzes leben/
Mein aufferstehn vnd sitzen ich/
Bekenn von dir wirt geben.
All mein gedancken so ich han/
Vor dir/ o Gott/ eröffnet stohn/
Erkenst mein thun vnd lassen/
Dann du stehts bist vmb meinen pfad/
Der ringweis vmb mein leger goht/
Spehest aus all mein strassen.

Es ist kein wort in meinem mund/
Noch red auff meiner zungen/
Das dir nit alles vor sei kund/
Ee sie wern gredt noch gsungen.
Ich geh/ steh/ was ich immer thu/
So bist du da/ vnd sihst mir zu/
On dich nichts guts volbringe/
Du richtest dann vor in mir an/
Dein hand mich krefftig für auff dhan/
Mir mag sonst nit gelingen.

Ich bin zu schwach in meim verstand/
Solch heimlicheit zurlangen/
Vernunfft treibt daraus nur ein thand/
Im Glauben wirts empfangen/
Wo sol ich hin gehn vor deim Geist/
Derd aller hertzen dancken weist/
Dein angsicht weiss mein fliegen/
Fahr ich gen himl/ so bistu da/
Auch in der hell vnd anderswa/
Kan mich dein nit entziehen.

Nem ich flügel der morgen röht/
Vnd blib am end des Meeres/
Dein hand mich wird aus aller not/
Erhalten vnd erneren.
Sprech ich/ finsternis decken mich/
So gilt der tag vnd nacht dir gleich/
Die nacht leucht wie der tage/
Bei dir finster nit finster ist/
All heimlich sünd zu aller frist/
Dir niemand mag verschlagen.

Mein nieren hast in deiner gwalt/
Auch all mein heimlich lüste/
Wie ich in mutter leib was gstalt/
On mich hasts zu gerüste.
Dein rechte hand stehts was ob mir/
von hertzen grund des danck ich dir/
Deinr wunderlichen thate/
Damit du mich machst wundersam/
Mein seel solch gutthat wol vernam/
Das es gefiel deim Rathe.

All mein gebein hastu gezelt/
Da ich solt bildet werden/
Dein augen auch auff mich gestelt/
Da ich lag in der erden.
In mutter leib noch vnbereit/
Des kein vernunfft nit weiss bescheid/
Mein tag vor dir seind zelet/
Dauon noch zu kein mensch mag thun/
Auff deim buch all geschriben stohn/
Wie lang dus hast erwehlet.

Wie köstlich seind vor mir/ o Gott/
Dein vilfaltig gedancken/
Ir sum des sands am Meere hat/
Von dir wird ich nit wancken.
So ich vom tod auch sunst auffwach/
Dein gnad mich halt in aller sach/
Bei dir wird ich beleiben.
Die gottlos rot/ o höchster Gott/
Die töd/ tilgs aus/ vnd machs zu spot/
Das blutvolck gar vertreibe.

Sie reden stehts vnrecht von dir/
Was dient zu jhren sachen/
So bald dein wort klar will herfür/
On vrsach sich auffmachen/
Ich hass ja Herr die hässer dein/
Die dir vnd deim Wort zwider sein/
Darwider allzeit streben.
Darumb sie mir all werden seind/
Vil schmach vnd leids erzeigen seind/
Wölst mir das siegen geben.

Erforsch mich Herr/ erfar mein hertz/
Versuch all mein gedancken/
Vnd sihe/ ob mein thun hinderwertz/
Auff einig seit wöl wancken.
Ob ich sei tretten ab der ban/
Lass mich o Gott nit fürbas gohn/
Auff rechtem weg mich leite/
Der dir gefal vnd ewig sei/
Mein gwissen/ leib vnd seel dir frey/
Ewig stehts sei bereite.

Burkard Waldis

Ein Ermanung zur Dancksagung, für die grosse gnaden Gottes.
1. Singet dein HERREN ein newes lied,
ir Heylgen solt jn ehren!
Frew dich, Israel, förcht dich nit,
in Christo deinem HERREN!
Die kind Zion
solln wunne han,
sich jres königs frewen,
ir gwissen gar vernewen.

2. Seinn Namen solln loben auffs best,
im hertzen frölich spielen,
Daß Er sein gnade scheinen leßt,
barmhertzigkeyt bei vielen,
An jn vor alln
hat wolgefalln,
hilfft armen vnd Ellenden
herrlich an allen enden.

3. Die heylgen sollen frölich sein,
sein wolthat Ewig preisen
In seiner Christlichen gemeyn,
da Er thut gnad beweisen,
Ir mund erzel
sein Göttlich bfehl,
daß sie von Sünd vnd schaden
vnd todts not sind entladen.

4. Drumb sollen sie das scharpffe schwerdt
stedts han in jren henden,
Welchs seel, geyst, marck vnd beyn durchfert,
zerschneidts an allen enden,
Daß sie der raach
recht kommen nach,
straff vndern Heyden üben,
durchs gsetz das hertz betrüben.

5. Ward aller menschen grechtigkeyt
durchs gsetz geschlagen nider,
Das Euangelion bei zeit
kumm, tröst den Sünder wider,
Daß sich niemandt
in keynem Stand
darff rhümen seiner wercke,
kunst, weißheyt, krafft vnd stercke.

6. Auff das der HERR alleyn hab recht,
wie dauon ist geschriben,
Daß die Sünd vom menschlichem gschlecht
durch gnad wirt auß getriben:
So wirt man frumm,
das ist der rhum
den alle heilgen haben,
drumb sie Gott Ewig loben.

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