Sacharia 14,9
Andachten
Und der Herr wird König sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der Herr nur Einer sein, und sein Name nur Einer.
Selige Aussicht! Das ist nicht der Traum eines Schwärmers, sondern der Ausspruch des unfehlbaren Wortes. Alle Völker sollen Jahwe kennen, und jede Menschenrasse soll seine gnädige Herrschaft anerkennen. Heutzutage ist es noch weit davon entfernt. Wo beugen sich Menschen vor dem großen König? Wieviel Empörung gibt es! Wie „viele Götter und viele Herren“ sind auf Erden! Welche Verschiedenheit der Vorstellungen von Ihm und seinem Evangelium sind sogar unter denen, die sich Christen nennen! Eines Tages soll Ein König sein, Ein Jahwe und ein Name für den lebendigen Gott. O Herr, beschleunige die Zeit! Wir rufen täglich: Dein Reich komme.
Wir wollen nicht die Frage erörtern, wann dies sein wird, damit wir nicht den Trost der Gewissheit verlieren, dass es sein wird. So gewiss der Heilige Geist durch seine Propheten sprach, so gewiss soll die ganze Erde voll der Herrlichkeit des Herrn werden. Jesus starb nicht vergeblich. Des Vaters ewige Ratschlüsse sollen nicht vereitelt werden. Hier, wo Satan triumphierte, soll Jesus gekrönt werden und Gott der Herr, der Allmächtige, soll herrschen. So lasst uns unseren Weg zu unserem täglichen Werke und Kampfe gehen, stark gemacht im Glauben. (Charles Haddon Spurgeon)
„Und der HErr wird König sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der HErr nur Einer sein, und sein Name nur Einer.“
Da wird von einer schönen Zeit gesprochen, wie sie noch nie da gewesen ist. Wird sie noch kommen? Die Leute sagen: Nein; ich aber sage: Ja, weil das Wort der Verheißung nicht lügen kann. Es wird eine Zeit sein, da der HErr allein König sein wird über alle Lande. Man kann das doch nicht in den Himmel versetzen; denn dort gibt's keine Zeit und auch keine verschiedenen Länder. Die Zeit einer allgemeinen Anerkennung JEsu Christi unter allen Völkern der Erde muss also vor dem Ende noch kommen. Weil's aber Niemand glaubt, so kann man fast nicht darüber reden, außer wenn man statt: „Der HErr wird König sein,“ sagt: „Er möchte es sein,“ oder wenn man das Ganze ins tausendjährige Reich hinein schiebt. Da muss man aber zuerst fast alles verdammen, und nur was übrig bleibt, kommt in das tausendjährige Reich. Aber über das Verhältnis des letzteren zu den großen Gottes-Verheißungen, wie die vorliegende, schweigt die Heilige Schrift, und wir haben nicht das Recht, alle noch so umfassenden Gottes-Verheißungen für diese Weltzeit in den engen Rahmen des tausendjährigen Reiches hineinzuzwängen. Bleiben wir bei dem, wie's da steht, und freuen wir uns auf die Zeit, da der HErr allein in allen Landen König sein und Sein Name allein gelten wird. (Christoph Blumhardt)