Zephania 3,10
Andachten
“Man wird mir meine Anbeter, nämlich die Zerstreuten von jenseits des Wassers im Mohrenland, herbringen zum Geschenk.“
Ja das ist's, was der liebe Heiland gewollt hat. Ach, wir erwarten heute ein Christkindlein; aber der liebe Heiland will auch ein Christkindlein haben. Sein Christkindlein sind die Anbeter; und wenn man Ihm hundert und tausend und aber tausend Millionen Anbeter könnte am heutigen Tage in den Himmel hinauf bringen, dann hätte Er auch eine Freude. Denn Sein Bestreben, das Ihn vom Himmel herab getrieben hat zu uns, ist das, alle Kreatur zu sich her zu ziehen, damit er ihnen hilft und sie in Seine Herrlichkeit einführe. Dazu gehören auch die Zerstreuten von jenseits des Wassers“, d. h. wohl des Nil, also die rabenschwarzen Leute. Diese elendesten Menschen sind hier genannt: denn auch sie will der Heiland herzubringen als Anbeter zum Geschenk für Seinen Vater im Himmel. Die Zeit wird auch kommen, da Er sie alle einsammelt. Wir aber sollten immer mit rechtem Verlangen erfüllt sein, dass die großen Dinge, die der HErr mit Seinem Kommen gewollt hat und die bisher zurückgehalten worden sind, endlich geschehen und in ganzer Fülle werden. Die fast trostlose Zurückhaltung, die bisher bestand und immer noch vor unsern Augen besteht, wenn man die Welt ansieht, die könnte einen traurig stimmen, wenn man nicht die Hoffnung haben dürfte, dass diese Zurückhaltung der gewaltigen Segnungen ein Ende nehmen. werde. Und das wird geschehen, wenn einmal der Heilige Geist mit Seinen gewaltigen Schwingen hervorbrechen wird. (Christoph Blumhardt)