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Jeremia 24,7

Jeremia 24,7

Andachten

Ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich kennen sollen, dass ich der Herr sei; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein: denn sie werden sich mit ihrem ganzen Herzen zu mir bekehren.
vergl. Kap. 31, 33. 34. Gott gibt uns nicht bloß viele leibliche Wohltaten, sondern auch große geistliche Güter, nämlich ein Herz, das seine väterliche Liebe uns erkennen und verstehen lehrt. Er bedient uns, und gibt sich uns ganz hin; wie sollten wir unser Herz ihm nur halb hingeben. Diese Halbheit ist so häufig und so verschieden. Die Heilige Schrift ist voll lauter Bezeichnungen der Halbherzigkeit in Sachen des Heils. Es ist merkwürdig, wie oft und unter wie vielerlei Ausdrücken die Schrift zur Entschiedenheit ermahnt. Unser ganzes Herz soll dem Herrn gehören, unser Wille soll ihm vollständig aufgeopfert werden. (Arndts wahres Christentum.)


Ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich kennen sollen, dass ich der Herr sei.
Es heißt nicht: „Ich will ihnen den Verstand geben, dass sie mich kennen sollen.“ Nicht im Verstand, sondern im Herzen liegt das Haupthindernis, wenn ein Mensch nicht zu Gott kommen kann. Des Menschen Herz ist aufs Böse gerichtet, darum möchte er gern einen Gott, der über die Sünde lächelt, oder wenigstens nicht über sie zürnt. Der Mensch hat einen Hang, sich Gott menschenähnlich zu denken. Ein unreines Herz kann Gott nicht begreifen. „Die reines Herzens sind, werden Gott schauen,“ ist eine der Seligpreisungen, mit denen Jesus sein Lehramt antrat; die unreinen Herzens sind, können Gott nicht schauen und darum auch nicht erkennen. Das Herz ist der Sik der Blindheit; da liegt die Finsternis, die die ganze Seele verdüstert. Deshalb muss Licht ins Herz kommen und dieses Licht ist dem Herzen verheißen. Das Herz muss erneuert werden, so dass es Gott ehren und lieben kann. Der Verstand erkennt, dass Gott gerecht, allmächtig, treu, weise, wahrhaftig, gnädig, langmütig ist. Wenn das Herz gereinigt ist, so bewundert es all diese herrlichen Eigenschaften und betet Gott an. Du kannst dich über deine Gotteserkenntnis prüfen, wenn du dich fragst: „Gefällt mir das Wesen Gottes? Verehre ich den Gott der Schrift so, wie er sich offenbart?“ Viele machen sich ein Bild von Gott, wie sie ihn sich wünschen, und verehren das Bild, das sie gemacht haben; aber Gott zu sehen, wie ihn die Schrift offenbart, besonders in seiner Heiligkeit, ist ein Geschenk der Gnade. Wahre Gotteserkenntnis ist nicht denkbar ohne wahre Liebe zu Gott. „Wer nicht lieb hat, der kennt Gott nicht, denn Gott ist die Liebe.“ (Charles Haddon Spurgeon)

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