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Jeremia 23,5

Jeremia 23,5

Andachten

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass Ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will; und soll ein König sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten.
Wenn nun Sein Königreich ein gerechtes Gewächs ist, das sich auf Erden des unbedingten Segens Gottes erfreuen darf wie alles Gerechte, so werden wohl alle anderen Königreiche untergehen, dieses Gewächs wird nicht entwurzelt werden, von keinem Menschen, keinem Volk, keinem Teufel. Man kann wohl eine Zeitlang hindern, dass es in diesem oder jenem Volk Samen auswirft, aber auf die Dauer wird es nicht gehen, weil Gottes unbedingtes Wohlgefallen darauf ruht und ihm die Versicherung gegeben ist, dass, ob es wohl so klein wie ein Senfkorn anfängt, dennoch soll es zum größten Baume heranwachsen, unter dem die Vögel des Himmels Schatten suchen und finden werden. O wunderbares Königtum Christi, du gerechtes Gewächs auf Erden, du schöner Baum, auf dem Gottes Wohlgefallen ruht, breite dich nur aus in der Welt durch die Mission! Der HErr segne dich, Er segne dich auch bei uns, dass in unsere Seelen das Wort vom Reich, das süße Evangelium nicht auf einen steinigen oder dornigen Boden falle, darin es nicht wachsen kann, sondern auf einen weichen Boden, d. h. ein bußfertiges, gläubiges Herz, und darin aufgehe. (Guido Pingout)


Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will, und soll ein König sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden. Und dies wird Sein Name sein, dass man Ihn nennen wird: HErr, der unsere Gerechtigkeit ist.
Also es kommt die Zeit, wenn sie auch noch nicht da ist. Denn das Gewächs ist gewachsen; das ist der Heiland JEsus Christus. Aber als König wird Er noch nicht überall präsentiert. In der ersten Zeit nach der Himmelfahrt hat Er sich wohl gezeigt als den zur Rechten Gottes Sitzenden, als den König. Dann aber ist Er doch auf Erden wieder in die Niedrigkeit gekommen. Für gewöhnlich hat man getan, als wolle man Ihn den König sein lassen, hat aber eigentlich selber regiert auf Erden, den eigenen Willen, das eigene Gelüste auszuführen sich angewöhnt, und den Heiland stehen lassen. Die Selbstregierung auch im Geistlichen ist gar groß geworden. Auch in unsrer Zeit ist weder in der Kirche noch sonst der Heiland eigentlich fungierend; die Leute machen ihre Sachen nach ihrem Sinn, und dann soll's königlich sein; aber es ist's nicht. Also die Zeit muss erst noch kommen, da der geborene und gewordene König sich auch auf Erden als König offenbart. Denn es heißt: „Er soll wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden“. Und dies soll Sein Name sein: „HErr, der unsere Gerechtigkeit ist“. Ja die Zeit wird kommen! (Christoph Blumhardt)


Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will, und soll ein König sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden. Und dies wird Sein Name sein, dass man Ihn nennen wird: HErr, der unsere Gerechtigkeit ist.
Ist denn auf Erden noch so etwas zu erwarten, wie's hier in Aussicht gestellt wird? Wir wollen dem Wort doch seine Ehre antun und warten auf den König, dass Er, dieweil Er auf dem Thron Seines Vaters sitzt, sich noch als König offenbaren möge in der Welt, bis Aller Kniee sich beugen und Aller Zungen Ihm zuschwören mit dem Wort: „Im HErrn habe ich Gerechtigkeit und Stärke“ (Jes. 45, 23. 24). Damit nennen sie Ihn, wie's hier steht: HErr, der unsere Gerechtigkeit ist“, weil ja doch ohne Ihn ihre Sache nichts wäre. Solche Stellen sind mir darum so wichtig, weil sie sich auf die letzte Zeit beziehen, bei der man sonst gewöhnlich eben an den schwarzen König denkt, an den wüsten, den Antichristen. Es steht wohl da, dass dass es Feinde gibt und Widersacher, auch einen Antichristen, aber von einem so gar allmächtigen Antichrist redet die Schrift nicht. Dagegen sind die Stellen häufig, die von einem König reden, der den Frieden über alle Welt bringt, so dass sich gegen das Ende das Gute kulminiert. Sonst spricht man immer von Kulmination des Bösen. Nun, das ist ja so nach der Erfahrung. Aber die Schrift redet auch von einem Kulminieren des Guten gegen das Ende, so dass nicht das Gute, sondern das Böse unterliegt. Denn der HErr wird noch Meister auf Erden, ehe Er kommt. Denn wenn er kommt, müssen wir schon sagen können: „HErr, der unsere Gerechtigkeit ist.“ (Christoph Blumhardt)

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