Jesaja 56,8
Andachten
Der Herr, HErr, der die Verstoßenen aus Israel sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu dem Haufen, die versammelt sind, sammeln.
Jes. 56, 8.
Gottes Werk ist jetzt das Sammeln. Der Herr sammelt die Kinder Gottes, die überall zerstreut sind. Der Sohn Gottes ist vom Himmel gekommen und hat unter uns gewohnt, er hat unsre Erlösung vollbracht und ist jetzt, zum höchsten Himmel erhöht, der von Gott bestimmte Mittelpunkt seines Volks. Die große, dem Jesaja gegebene Verheißung wird nun im neuen Bunde erfüllt. „Ich will sammeln alle Heiden und Zungen, dass sie sehen sollen meine Herrlichkeit.“ Die Macht und Gnade Gottes zieht fortwährend Menschen von allen Völkern, Stämmen und Zungen zu der gemeinsamen Hoffnung, zu dem Sühnopfer, das durch den Tod Jesu Christi dargebracht ist, und zu dem Dienst des einen und einzigen Herrn, von dem geschrieben steht: „Einer ist euer Meister, Christus.“ Dieses Sammeln geht täglich fort durch das Zeugnis des Worts und es soll bis ans Ende fortgehen. - Seht, wie Christus durch seine Predigt die Verstoßenen Israels sammelt. „Es nahten aber zu ihm allerlei Zöllner und Sünder.“ Auf allen seinen Wanderungen durch das gelobte Land sucht er nach den „verlorenen Schafen aus dem Hause Israel“, denn „des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ Die Gefallenen erspähte sein Auge am schnellsten, für die, die am weitesten vom Weg abgeirrt waren, hatte er den freundlichsten Blick. Ja, lieber Herr, „heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert,“ die Sünder kommen zu dir und finden, dass du ihr Freund bist. (Charles Haddon Spurgeon)