Jesaja 38,20
Andachten
„HErr hilf mir! so wollen wir dir Lieder singen, so lange wir leben, im Hause des HErrn.“
So betet der fromme König Hiskia in einer Krankheit, an der er sterben sollte; auf sein Gebet hin hat er aber noch fünfzehn Jahre Lebens - Zulage bekommen, und ist durch den Propheten Jesaias wieder genesen. Da hat er also versprochen, wenn Gott ihm helfe, so wollen sie Ihm Liedersingen, so lange sie leben, im Hause des HErrn; denn in der Totenwelt könne man Gott doch nicht mehr loben und danken. Arme Tropfen in jener Zeit, die keine Hoffnung mehr hatten im Tode! Nun der HErr hat freilich für die Seinen auch im Alten Bund zu sorgen gewusst, auch für einen Hiskia, weil er's so aufrichtig gemeint hat. Aber gewusst haben sie's nicht, im höchsten Fall ein wenig geahnt. Um wie vieles besser sind doch da wir daran, die wir nicht mehr zu sterben brauchen als Leute, die keine Hoffnung haben, sondern in JEsu den haben, der über Todte und Lebendige HErr ist. Wie Er nun Sein Herrenrecht über die Lebendigen zu deren Erlösung anwendet, so will er auch über denen, die starben und tot sind, sich als Heiland und Erbarmer erweisen. Denn die Stunde kommt und ist schon jetzt, sagt der HErr, dass auch die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören, und die sie hören werden, die werden leben“ (Joh. 5, 25). O des großen Heilandes! wie wird er noch den Jammer in Freude verkehren und sorgen, dass Ihm Lieder gesungen werden in der himmlischen Wohnung von unzählbaren Scharen, die Er vom ewigen Tode errettet hat! (Christoph Blumhardt)