Zuletzt angesehen: 5. Mose 33,18 Sprüche 10,28

Sprüche 10,28

Sprüche 10,28

Andachten

Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.
Die Gottlosen hoffen eben auf andere Sachen, als das ist, worauf die Gerechten warten. Die Gerechten warten auf die Offenbarung ihres Gottes, und Seiner Freundlichkeiten und Gnaden; sie warten auf Sein Heil, wie Jakob sterbend seufzt: „HErr, ich warte auf Dein Heil!“ (1. Mos. 49, 18.) Als Gerechte können sie auf nichts anderes warten, und dieses Warten wird Freude werden, d. h. es ist nicht umsonst, es wird voll erfüllt. Manchmal aber warten auch Gerechte oder gerecht Scheinende, gerade wie Gottlose, indem sie nur im Äußeren und Irdischen das Ihre wünschen. Wer nur auf Zeitliches wartet und hofft, gibt sich eigentlich schon zu erkennen als los von Gott oder „gottlos“. Man muss die Gottlosen, die da gemeint sind, nicht in den Räuberhöhlen suchen oder sonst an Orten, wo nur der Satan herrscht. Der Mensch wird durch seine Hoffnung verraten. Wenn er keine Hoffnung auf den HErrn und Seine Gnade hat, sondern nur Hoffnung hat auf Stützen, die wider Gott sind, wenn er hofft auf den Aberglauben und dergleichen Sachen, hofft auf menschliche oder teuflische Stützen, so hofft er nicht als Gerechter, sondern als ein Gottloser. Aber „ der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein;“ sie haben nur Schaden und Verderben davon und es macht sich für sie nicht zu einer Freude. Nichts gibt Freude, als was der HErr ist und gibt. Einen Moment der Luft kann etwas geben, aber Freude kann nur vom Himmel kommen. Darum wohl allen, die ihr Warten dorthin gerichtet sein lassen! (Christoph Blumhardt)


Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.
Weil die Gerechten alles vom Himmel, von Gott her erwarten, so ist es gar nicht möglich, als dass es zulegt eine Freude wird über alle Freuden. So wollen wir denn auch heute als Gerechte warten, nicht wie Gottlose hoffen, als Gerechte, die rein nur auf den HErrn blicken, nicht als Gottlose, die im Herzen Gott fahren lassen und zum Äußerlichen und Irdischen sich kehren. Die Gottlosen hoffen auf Ungewisses, aber die Gerechten warten auf etwas, das gewiss kommt, aufs große Heil. Im Irdischen sollen wir nicht sorgen, auf den anderen Morgen, aber das Sorgen ums Reich Gottes dürfen wir wohl haben; nur bleibt es dann nicht beim bloßen Sorgen, sondern es wird ein zuversichtliches Warten. Warten wir denn auf den HErrn JEsum. Er kommt! Er kommt! und überschwängliche und selige Freude wird's dann sein. Die Gottlosen tun vielleicht auch bald wieder mit. Sie sind vor der Hand ein bisschen dumm mit ihrem zeitlichen Hoffen; wenn sie aber Anderes sehen, das besser ist, so gelüstet sie's auch danach, dann können sie auch noch gerecht werden. Da wird dann die Freude noch größer, wenn auch die Gottlosen kommen. Man muss den Spruch ja nicht so nehmen, als ob für diese alles schon verloren wäre. Ja, das was sie jetzt hoffen, ist verloren; aber wenn sie denken: Ich habe schon gemerkt, dass das nichts ist“ und nun anders herum hoffen und anders herum warten, so ist's auch wieder recht, und können sie zu Denen kommen, die als Gerechte auf Gott hoffen und deren Warten Freude wird. (Christoph Blumhardt)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/20/sprueche_10_28.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain