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Psalm 9,5

Psalm 9,5

Andachten

“Du führst mein Recht und meine Sache aus; Du sitzt auf dem Stuhl ein rechter Richter.“
Mensch! kannst du von einem Recht sprechen, das du hast? Kannst du denn noch was ansprechen, dass du betest: „Du führst mein Recht und meine Sache aus?“ Da müssen wir uns schämen, wenn wir so gefragt werden. Und doch lässt uns der liebe Gott ein Recht. Sofern nämlich unser Inwendiges das Rechte will, so soll Gott auf das hin Sein Augenmerk richten, dass es uns werde; das in uns liegende Gottesrecht soll zur Geltung kommen. Das ist eigentlich der tiefere Sinn dieses Wortes. Der Teufel möchte Teufelsknechte aus uns machen, und wir wollen Gottesknechte sein. Ja Ihn, unsern Gott und Heiland, wollen wir anrufen, dass Er unser Recht, Sein zu sein und Sein zu bleiben, ausführen möge. Denn durch das Leiden und Sterben des Heilands für uns, hat ein jeder Mensch dieses Recht bekommen, und der, der's uns so sauer erworben hat, wird sorgen, dass es auch zur Geltung kommt. Denn: „Du sitzt auf dem Stuhl ein rechter Richter“, nämlich als Einer, der dem Satan wehren wird mit seinen Ansprüchen auf uns und der recht machen wird bei Seinen Kindern alle ihre Sachen, dass ihnen kein Feind mehr was anhaben kann. (Christoph Blumhardt)

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