Psalm 92,14
Andachten
Die gepflanzt sind in dem Hause des Herrn, werden in den Vorhöfen unseres Gottes grünen. Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein.
In den Höfen der Häuser im Morgenland pflanzt man Bäume, die von allen Seiten geschützt - auch in geringen Jahren herrliche Früchte tragen. Wer durch die Gnade in Gemeinschaft mit dem Herrn gebracht worden, der ist wie ein Baum im Hause des Herrn gepflanzt, und da findet er Nahrung für seine Seele. Kein Herz ist so fröhlich, wie das, das in dem Herrn bleibt. Gemeinschaft mit dem Stamm macht die Zweige fruchtbar. Wer in Christus bleibt, bringt viele Frucht. Namenschristen, die noch in der Welt gewurzelt sind, grünen und blühen nicht; die, die ihre Wurzeln in den Sumpf leichtfertiger Vergnügungen einsenken, können nicht kräftig heranwachsen. Aber die, die in steter Gemeinschaft mit Gott sind, wachsen kräftig heran, werden reich an Gnade, glücklich durch Erfahrungen, stark an Einfluss, geehrt und ehrenwert. Und ob sie schon alt werden, werden sie dennoch blühen und Früchte tragen. Die Natur altert, aber die Gnade wächst fort. Die Früchte unseres natürlichen Lebens finden sich nur in den Tagen der Jugendkraft, aber mit den Pflanzen im Garten der Gnade ist's anders. Wenn sie in sich selbst schwach sind, werden sie stark in dem Herrn und bringen reichlich Gott angenehme Frucht. Alte Christen sind reich an Erfahrung und durch ihre Sanftmut und ihr Zeugnis von der Wahrheit geben sie vielen Stärkung. Wenn krank und schwach, bringen sie noch Frucht in Geduld. Wenn arm und unbekannt, erbauen sie doch noch andere durch das Beispiel ihrer Demut und Zufriedenheit. (Charles Haddon Spurgeon)