Psalm 68,4
Andachten
„Die Gerechten müssen sich freuen und fröhlich sein vor Gott und von Herzen sich freuen.“
Wer sind denn die Gerechten? Mancher, auch wenn er schon alt geworden ist, kann keine Antwort auf diese Frage sagen. Kurz geantwortet sind die Gerechten die, die auf den HErrn hoffen und Seiner harren, in allem auf Ihn blicken. Denn die sind mit Gott verbunden. Die auf den HErrn Hoffenden stehen Ihm zunächst unter den Menschen, und das sind die Gerechten; denn sie blicken auf Gott, um sich nach Gott zu richten. Weil Abraham auf den HErrn gehofft hat, heißt er gerecht. An Gott glauben ist eigentlich das nämliche, denn das heißt auch, seine Hoffnung auf Gott setzen und auf Ihn bauen. Solche Gerechte können oft schwache Leute sein, manchmal auch dumme Sachen machen, aber der HErr lässt sie nicht fallen, weil sie auf Ihn trauen und bauen und auf Ihn ihre Hoffnung setzen. Bei der Welt kann man nicht brav sein; man hat mit so viel Kot und Schmutz zu tun, dann wird man auch schmutzig. Aber wenn ich nur meine Hoffnung auf Gott setze, so bin ich gerecht in Gottes Augen. Solche Gerechte dürfen sich freuen und fröhlich sein und von Herzen sich freuen. Denen wird alles vom lieben Gott so hingerichtet, dass nichts als Freude und Fröhlichkeit schließlich für sie übrig bleibt. Wenn wir noch so viel Trübsal in dieser Zeit haben, mit Freude und Wonne schließt's für die, die ihre Hoffnung auf Gott setzen. Denn Hoffnung lässt nicht zu Schanden werden. (Christoph Blumhardt)