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Psalm 40,6

Psalm 40,6

Andachten

Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder, und deine Gedanken, die du an uns beweist. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen, und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind.
Wir fahren fort, das Erweckliche einiger in der Schrift enthaltener Zahlen zu betrachten: Sieben ist die heilige Zahl. Am siebenten Tage ruhte Gott von seinen Werken. Von sieben Tagen ist heute noch einer der Christenseelen Freudentag. Sieben Worte vom Kreuz umfassen alles, was wir Menschen gebrauchen, und bilden das Testament des Erlösers, und sieben Bitten steigen aus dem Munde aller Beter zum Vater im Himmel täglich empor. So wir diese beiden Sieben recht zu Herzen fassen und treulich üben, so werden wir das Gebot der Liebe lernen, das siebzigmal siebenmal dem Bruder zu vergeben befiehlt. Acht Seelen waren in der Arche und wurden aus dem Gericht entnommen. Sie mahnen uns in die wahre Arche, in die Gemeinschaft mit unsrem Erretter zu fliehen und uns einbinden zu lassen ins Bündlein der Lebendigen, um zu entgehen dem ewigen Gerichte. Die neunte Stunde setzte dem Leiden des Heilands ein Ziel; mit dem Wort „Es ist vollbracht!“ befahl er seinen Geist in des Vaters Hände und verschied. dass unsere Sterbestunde dieser neunten gliche! Um die neunte Stunde gingen Johannes und Petrus in den Tempel zu beten und bewiesen die Einmut der Jünger des Gekreuzigten. Sind wir einmal rein geworden vom Aussatz der Sünde, so vergessen wir des Dankes nie, damit keiner dem Herrn Schmerz bereite und er auch im Blicke auf uns fragen müsse: „Wo sind denn die neune?“ Zehn Jungfrauen haben sich von der Weltlust geschieden und sind im Glauben ausgezogen dem Bräutigam entgegen. Alle hatten Öl in ihren Lampen und doch gingen nur fünfe zur Hochzeit ein. Gehörst du zu den Jungfrauen? Brennt deine Lampe? Wo hast du dein Öl? „Bringt den Zehnten ganz in mein Kornhaus,“ verlangt der Herr im alten Bunde, „und prüft mich, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle!“ Sage, wie viel bringst du dem Herrn, der dir nicht nur den Zehnten, sondern alles gegeben hat und in Ewigkeit als Gnadenlohn geben will?

Noch um die elfte Stunde hat der Hausvater Arbeiter in seinen Weinberg gedungen. Gnädig nimmt er auch uns nach vieler Versäumnis jetzt noch an. So lasst uns die elfte Stunde noch recht benutzen und die Zeit auskaufen; bald kommt die Nacht, da niemand mehr wirken kann. Vor langem schon hieß es: „Kindlein, es ist die letzte Stunde!“ Nun rückt die Mitternacht heran. „Und zwölf Tore des himmlischen Jerusalems sind zwölf Perlen, ein jegliches Tor aus einer Perle; und die Gassen der Stadt sind lauteres Gold, als ein durchscheinend Glas.“ Droben ist alles einheitlich und vollendet, und wahr und klar. Lassen wir uns reinigen durch des Lammes Blut, damit wir einst wandeln können in den goldenen Gassen und Teil haben an der Herrlichkeit des Gottesreiches!

Gott, Heiliger Geist, lehre uns die Sprache der Zahlen verstehen, dass wir bestraft, erweckt, erleuchtet und mit Hoffnung des ewigen Lebens erfüllt werden. Lass nicht eine einzige Sünde unerkannt bleiben, und wenn ich auf tausend nicht eines zu antworten weiß, so zeige du mir das vollgültige Leiden Christi, unsres Erlösers, durch welches alle meine Schuld bezahlt ist, auch wenn sie zehntausend Pfund beträgt! Amen. (Rudolf Wenger)

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