Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » at » Psalter » Psalm 38,10

Psalm 38,10

Psalm 38,10

Andachten

Herr, alle meine Sehnsucht liegt vor Dir, und mein Seufzen ist Dir nicht verbargen.
1. Über dir wacht Gottes Herz. Geht nicht dein Sehnen nach Ihm? All deine Sehnsucht liegt vor Ihm! Dein inneres Verlangen geht deinem Gott zu Herzen. „Ich will deiner nicht vergessen,“ spricht der Herr. Halte dich fest daran: Er, mein Herr, mein Gott, hat alle meine Seufzer zu Herzen genommen. Und nun lass dich von Ihm trösten. 2. Bist du krank, müde, matt? Ein schwächlicher, durch Krankheit mattgewordener Körper hat großen Einfluss auf das Seelenleben. Und die finsteren Geister benutzen gar gerne solche Zustände, um Not und Furcht zu erregen. Wende dich an den liebevollen Arzt, an das erbarmungsreiche Herz deines Heilandes. Sein Wille ist heilig, Ihn lass walten! 3. Versage Gott den Gehorsam nicht. Hartherzigkeit und Eigensinn machen schwermütig. Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt Er Gnade. 4. Du darfst in deiner Verzagtheit und in deiner Gereiztheit dich nicht bespiegeln wollen! Höre auf, dich bemitleiden zu lassen! Schäme dich deines krankhaften Zustandes und habe den ernsten Willen, nach Geist und Leib gesund zu sein! Habe Freude an Gottes Wort und bete um Demut. 5. Betrachte jeden Tag als ein Leben für sich. Nicht bekümmere dich der morgende Tag. Wozu denn so ängstlich sein? Du bist ja nicht Gott. Nimm die Sorge nicht aus Gottes Händen, lass Ihn doch walten; versteht Er es nicht weit besser als du? Vertraue Ihm, reiße nicht an dich, was Er zu tun hat. Er selber ordnet deine Tage. (Markus Hauser)


HErr! vor Dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist Dir nicht verborgen.
Diese Begierde ist ein Verlangen nach der Gnade Gottes und nach dem Trost, danach in so großer Angst das Herz seufzet; und obwohl das Seufzen des Herzens tief verborgen ist, und mit großer Angst umgeben, dass einem dünket, es sei gar erloschen; dennoch ist Gott dem HErrn nichts verborgen. Gleichwie ein kleines Fünklein Feuer unter vieler Asche verborgen liegt; also liegt das Fünklein des Glaubens in großer Seelenangst im Herzen verborgen, welches aber Gott sieht. Und das ist der Trost derer, so solche große Seelennot und Herzensangst leiden, dass noch immer ein Seufzer mit unterlauft zu Gott dem HErrn, dass die Seele nicht verzweifle, sondern bei Gott bleibe. Und wenn der letzte Seufzer zu Gott geht, so kommt die Seele zu Gott und wird erhalten, wird erledigt von aller Angst und Not. Und das ist gewisslich wahr, wo der letzte Seufzer hingeht, da kommt die Seele auch hin, wie uns der HErr Christus am. Kreuze mit Seinem letzten Wort gelehrt hat: Vater, in Deine Hände befehle ich Meinen Geist. Und Stephanus: HErr JEsu! nimm meinen Geist auf. (Johann Arnd)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/19/psalm_38_10.txt · Zuletzt geändert: von aj
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain