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Psalm 122,6

Psalm 122,6

Andachten

Wünscht Jerusalem Glück: Es müsse wohl gehen denen, die dich lieben.
Hier haben wir eine Lehre von der rechten himmlischen Glückseligkeit. Gedeihen, Trost, Segen und Heil der heiligen christlichen Kirche und wahren Glieder Christi, dass dieselben einander segnen, trösten und lieben und Glück wünschen, dass sie in Christo JEsu mögen wachsen und zunehmen im Glauben, Liebe, Hoffnung, Demut, Sanftmut, Andacht und Erkenntnis, und reich werden an allen Gaben des Geistes. Das ist das geistliche Glück der Kirche. Das ist das rechte Glückwünschen, dass die Zahl der Auserwählten möge groß werden, erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit. Siehe Ps. 92,13,14. Denn allen, sagt David, müsse es wohl gehen. Es muss freilich denen wohl gehen, die in Christo JEsu sind. Ach, sprichst du, ist doch keine elendere Kreatur auf Erden, denn ein Christ; er wird ja verachtet, verfolgt an allen Orten, es wird ihm Leib, Gut und Ehre genommen? heißt das wohlgehen? Antwort: Geht es ihm in der Welt übel, so geht es ihm in Christo wohl. Denen geht es übel, über welche der Teufel und ewige Tod Gewalt hat, über welchen der Zorn Gottes bleibt, die Gläubigen aber, weil sie in Christo sind, so kann ihnen kein Unglück, auch die ganze Welt nicht schaden.

Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllt wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine spielt man in Heiligkeit, das Hosiannah reine ohn End in Ewigkeit. (Johann Arnd)


Wünscht Jerusalem Gluck. Es müsse wohl gehen, die dich lieben.
Das Grüßen oder Segnen wahrer Christen ist auch etwas Heilsames und Kräftiges, wenn es geschieht, wie es geschehen soll, mit gläubiger Erhebung des Herzens zu Gott durch Christum. Wir glauben eine Gemeinschaft der Heiligen. Sie besteht nicht bloß in der herzlichen und aufrichtigen Liebe, welche unter wahren Christen so unfehlbar stattfindet, dass Johannes sie als Kennzeichen angibt, man sei vom Tode ins Leben kommen, und wer den Bruder nicht liebe, der bleibe im Tode. Sie besteht nicht bloß darin, dass man sie mit seiner äußeren Habe unterstützt, und mit seinen geistlichen Gaben dient, z. B. belehrt, aufmuntert, tröstet; sondern wir haben Grund zu glauben, dass unser Werk in dem Herrn keineswegs vergeblich sei, wenn wir uns gegenseitig im Geiste segnen, und Heil und Gnade vom Herrn betend übereinander herabwünschen. Der Herr tut ja, was die Gottesfürchtigen begehren. Ja, es ist gegenseitige Pflicht. Wir segnen euch im Namen des Herrn, - so schließt der 119. Psalm, und Paulus spricht: Betet füreinander! Lasst auch uns das gegenseitig fleißig üben, damit der Leib Christi erbaut werde. Doch unser Segnen an sich ist unkräftig, und nur dann kräftig, wenn unsere Herzen vom Herrn dazu bewirkt werden, und mit seinem Rat übereinstimmen. (Gottfried Daniel Krummacher)

Predigten

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