Psalm 116,3
Andachten
Stricke des Todes hatten mich umfangen und Ängste der Hölle hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des Herrn: O Herr, errette meine Seele! Du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.
Ps. 116, 3. 4. 8.
Die Kinder Gottes mögen aus Davids Erfahrung lernen, dass die beste Zuflucht in allen Nöten das Gebet ist. Wenn Stricke des Todes euch umfangen, betet! Wenn Angst der Hölle euch trifft, betet! Tut in Zeiten der Not alles, was Klugheit und Vernunft euch raten, aber verlasst euch nicht darauf. Die Hilfe aus Leibes- und Seelennöten kommt vom Herrn. Es ist gut, für den Kampf das Schlachtross bereit zu halten, aber Sicherheit kann nur der Herr geben. Gebraucht alle erlaubten Mittel, aber lasst sie nicht an die Stelle des Glaubens treten. Wenn ihr alles getan habt, so vertraut auf Gott, als ob ihr nichts getan hättet, denn: „Wo der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“ Betet in allen Lagen, und wenn ihr in derselben Not seid wie David, so wird euch das Gebet ebenso heraushelfen. Das Gebet ist die Arznei für jede Krankheit. Im geistlichen Kampf gilt vom Gebet das Wort: „Mit ihm will ich Kriegsvolk zerschmeißen und über die Mauer springen. Mit ihm will ich Schild und Harnisch anlegen; mit ihm will ich den Feind besiegen.“ Das Gebet tut die Schätze Gottes auf und schließt die Pforten der Hölle. Es löscht die Wut der Flammen und verstopft den Nachen der Löwen. Bete nur gläubig im Namen Jesu und es wird dir gewiss eine Friedensantwort zuteil. (Charles Haddon Spurgeon)