Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » at » Psalter » Psalm 110,3
Zuletzt angesehen: Psalm 81,11 Psalm 66,16 Psalm 110,3

Psalm 110,3

Psalm 110,3

Andachten

Dein Volk wird willig sein am Tage Deiner Macht.
Gelobt sei der Gott der Gnade, dass es so ist! Er hat ein Volk, das Er von alters her als sein besonderes Teil erwählt hat. Die dazu gehören, haben von Natur einen ebenso hartnäckigen Willen wie die übrigen der widerspenstigen Söhne Adams; aber wenn der Tag seiner Macht kommt und die Gnade ihre Allmacht offenbart, so werden sie willig, Buße zu tun und an Jesus zu glauben. Niemand wird gegen seinen Willen errettet, aber auf den Willen wird so eingewirkt, dass er sich sanft ergibt. Was für eine wunderbare Macht ist dies, die niemals den Willen vergewaltigt und ihn dennoch lenkt! Gott zerbricht das Schloss nicht, aber Er öffnet es durch einen Hauptschlüssel, den nur Er handhaben kann.

Nun sind wir willig, zu tun oder zu leiden, wie der Herr will. Wenn wir irgend einmal aufrührerisch werden, braucht Er nur mit Macht zu uns zu kommen, und alsbald laufen wir auf dem Weg seiner Gebote mit unsrem ganzen Herzen. Möchte dies für mich ein Tag der Macht sein in einem guten Werk für die Ehre Gottes und das Wohl meiner Mitmenschen! Herr, ich bin willig; darf ich nicht hoffen, dass dies ein Tag Deiner Macht ist? Ich bin ganz zu Deiner Verfügung; willig, ja, voll Eifer, für Deine heiligen Zwecke gebraucht zu werden. O Herr, lass mich nicht zu rufen haben: „Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht;“ sondern gib mir die Macht, wie Du mir den Willen gibst. (Charles Haddon Spurgeon)


Deine Kinder werden dir geboren, wie der Tau aus der Morgenröte.
Ps. 110, 3. Es ist natürlich, dass hier nicht von leiblichen, sondern von geistlichen Kindern die Rede ist, von solchen Kindern, die aus dem Geist des HErrn gezeugt sind, Joh. 3. Und dass nun solche dem Heiland geboren werden wie der Tau aus der Morgenröte, darunter ist der größte Segen seines Siegs begriffen, die herrlichste Frucht seiner Leiden. Wäre es ja doch auch nach dem Sinn des Geistes der Weissagung, welcher den 110ten Psalm diktiert hat, die größte Schmach, wenn der Heiland nach seinem Sieg, dem auf Gabbatha und Golgatha teuer erworbenen, keine Kinder erlangte. Und so ist es auch, wenn wir das neue Testament zu Rate ziehen. Wofür ist er gestorben? wofür hat er den Kampf mit der Hölle bestanden, wofür das Gericht der Sünde an sich ausführen lassen und das Gesetz der Sünde für uns in seinen Gliedern töten lassen, wofür hat er den Tod geschmeckt und dem Tode die Macht genommen, ist's nicht deshalb, um sich eine Gemeinde zu erwerben, eine Menge geistlicher Kinder, die sein Eigentum sind und mit welchen, als mit der Frucht seiner Leiden, dem Gewinn seines Todes, er an jenem Tage vor allen heiligen Engeln und vor der ganzen Geisterwelt prangen und sprechen könne: siehe diese habe ich erkauft, diese hat mein Blut gereinigt, sie wären ohne mich verloren gegangen, aber die Kraft meines Verdienstes hats getan, ich habe für sie gesiegt, nicht umsonst bin ich in diese Marter und Pein eingegangen, diese unzählbare Schar ist nun dafür mein. Und seine Gemeinde wird ihm die Ehre geben: „Eins hat uns durchgebracht, König, dass du bist geschlacht't.“ - Sind wir - denke doch ein Jedes an sich selber - sind wir ihm auch schon als Beute, als Lohn seiner Schmerzen anheimgefallen? Oder sind wir etwa daran, dass wir ihm auf diese oder jene Weise, grob oder fein diesen Lohn zurückhalten? Es ist in der heiligen Schrift die strengste Strafe gedroht, wenn inan einem Arbeiter seinen Lohn vorenthalte, vgl. Jak. 5, 4., wie viel größere Strafe wird der empfahen, der dem HErrn Zebaoth, Dem, der sich erniedrigt hat, seinen Lohn vorenthält, nämlich sich selber! (Ludwig Hofacker)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/19/psalm_110_3.txt · Zuletzt geändert: von aj
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain