2. Chronik 29,10
Andachten
„Nun habe ich es im Sinn, einen Bund zu machen mit dem HErrn, dem Gott Israels, dass Sein Zorn und Grimm sich von uns wende.“
Dem König Hiskia geht's zu Herzen, dass um des Abfalles Willen des Volkes so viel Jammer und Elend ins Land herein gekommen ist. Er will's nun besser machen, indem er einen Bund mit dem HErrn macht, dass Sein Zorn und Grimm sich von ihnen wende. Wenn man mit dem HErrn wieder einen Bund macht, sich wieder mit Ihm eins macht, so kann Sein Grimm abgewendet und, was Er Schweres hat kommen lassen, wieder gut gemacht werden. Man muss nur immer wieder frisch anfangen, wenn man merkt, dass man in der Ungnade steht. Darauf hebt's der liebe Gott mit allen Trübsalen ab, dass der Mensch lerne immer wieder sich besinnen und sagen: „Ich will wieder zum HErrn gehen, ich will wieder zu Ihm mich halten“; wie Kinder, wenn sie gezüchtigt werden, wieder anfangen, gehorsam zu sein und dem Vater untertänig. Der HErr schickt viel Züchtigung, die alle nur darauf abzielt, den Menschen wieder untertänig zu machen, dass er nicht so frei und zügellos hinlebt, sondern seinen Gott wieder vor Augen hat. Hiskia will's nun hier fürs ganze Volk so machen, indem er Erneuerungen anfing, durch welche eine ganz andere und bessere Haltung des Volks zu Gott entstand. Das hat ihm denn auch Gott zum Guten gereichen lassen. Denn als die Assyrer später die Stadt belagerten, wurde er mit dem Volk durch ein großes Wunder aus ihrer Hand errettet. Das Eigentümliche ist, dass fast alle, auch die, die zum HErrn sich halten, in gewissen Sachen liberal“ sind Gott gegenüber, da Er ihnen ihren Kopf lassen soll. Aber das muss man immer büßen. Drum bleiben wir Ihm treu in allem, so bleibt Er uns gnädig in allem. (Christoph Blumhardt)