Sie befinden sich hier: Andachtsbibel » at » 1. Buch der Könige » 1. Könige 18,21
Zuletzt angesehen: 1. Korinther 4,3 2. Korinther 5,9 1. Könige 18,21

1. Könige 18,21

1. Könige 18,21

Andachten

1. Kön. 18,21: „Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten?“u. Matth. 6,24: „Niemand kann zweien Herren dienen.“ **

Man weiß wohl, dass man Gott dienen und Ihn lieben muss, wenn man selig werden will, aber man möchte in Seinem Dienst und Seiner Liebe alles Lästige entfernen und nur das Angenehme daran lassen. Man möchte Ihm dienen, aber unter der Bedingung, dass man Ihm nur Worte und Zeremonien, und dazu kurze, zu geben habe, deren man bald müde und überdrüssig ist. Man möchte Ihn lieben unter der Bedingung, dass man mit ihm zusammen und vielleicht noch mehr als ihn, Alles, was Er gerade nicht liebt und verdammt an der Eitelkeit der Welt, lieben könne. Man möchte Ihn unter der Bedingung lieben, dass jene blinde Selbstliebe keine Einbuße erleide, die ja bis zur eigenen Vergötterung geht, und uns nicht nur verhindert in steter vertrauensvoller Abhängigkeit von Gott, für welchen wir geschaffen sind, zu leben, vielmehr Gott von uns abhängig sein lassen möchte, wo wir Ihn nur als eine tröstende Aushilfe schätzen, wenn die Kreaturen uns im Stiche lassen. Man möchte Ihm unter der Bedingung dienen und Ihn lieben, dass man sich der Liebe zu Ihm auch schämen dürfe, und sie wie eine Schwäche verborgen halten, ja dass man über Ihn erröten könne als über einen Freund, der unserer Liebe nicht würdig; dass man Ihm nur gewisse religiöse Äußerlichkeiten darbringe, um das Ärgernis zu vermeiden und nach dem Willen der Welt zu leben, und Gott nur dann etwas zu schenken, wenn die Welt selbst es erlaubt. Was ist das für ein Dienst, welch eine Liebe!

Gott erkennt keinen anderen Bund mit uns an, als den, der sich auf unseren ersten Bund in der Taufe bezieht, wo wir versprochen haben, allem zu entsagen, um Ihm anzugehören, und auf das erste Gebot des Gesetzes, wo Er rückhaltlos unser ganzes Herz, unsern ganzen Geist und all unsere Kräfte fordert. Kann man in der Tat Gott aufrichtig lieben und noch so viele Rücksichten auf die Welt haben, die seine Feindin ist, über die Er so schrecklichen Fluch ausgesprochen hat. Kann man Gott lieben und fürchten mit Ihm zu vertraut zu werden, aus Angst man habe ihm alsdann Vieles zu opfern? Kann man Gott lieben und sich damit zufrieden geben, ihn nicht gröblich zu verletzen, ohne es sich Mühe kosten zu lassen, ihm zu gefallen, Ihn zu verherrlichen, Ihm mutig, so oft jeder Tag Gelegenheit gibt, die Inbrunst und Aufrichtigkeit unserer Liebe zu bezeugen? Gott ist schranken- und rückhaltlos in Seiner Hingabe an uns, und wir wollen tausenderlei uns von Ihm reservieren. Gibt es so gemeine Naturen auf der Erde, die sich damit begnügen würden, so von uns geliebt zu werden, wie wir schamlos genug verlangen, dass Gott sich mit unserer Liebe zufrieden gäbe? (François Fénelon)

Predigten

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
at/11/1._koenige_18_21.txt · Zuletzt geändert: von 127.0.0.1
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain