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1. Samuel 1,26

1. Samuel 1,26

Andachten

Und Hanna sprach: Ach, mein Herr, so wahr deine Seele lebt, ich bin das Weib, das hier bei dir stand, und bat den Herrn, da ich um diesen Knaben bat. Nun hat der Herr meine Bitte gegeben, die ich von ihm bat. Darum gebe ich ihn dem Herrn wieder sein Leben lang, weil er vom Herrn erbeten ist. Und sie beteten daselbst den Herrn an.
Gebets-Erhörung! das stärkt den Glauben und macht freudigen Mut. Aber Viele, wenn sie's erlangt haben, was sie baten, denken dann bei sich: Es wär' wohl auch so gekommen ohne mein Beten!“ Das ist schändliches Unkraut, das der böse Feind sät auf den Acker Deines Herzens. Reiß' es aus! reiß' es aus! sonst wird's Dir ein tödlich Gift - Hanna weiß, wem sie's zu danken hat, dass sie als eine fröhliche Kindsmutter mit ihrem schönen Knaben wieder hinaufwallen darf zum Tempel. Nun hat der Herr meine Bitte gegeben, die ich von ihm bat!“ Soli Deo Gloria! Gott allein die Ehre! So gebührt es sich! - Aber noch mehr: „Darum gebe ich ihn dem Herrn wieder sein Leben lang, weil er von dem Herrn erbeten ist“, so hält sie treulich ihr Gelöbnis. Wohl hätte sie ihn gern bei sich behalten daheim, und ihn alle Tage wachsen und zunehmen sehen, und ihn auferzogen in heiliger Gottesfurcht; aber sie beugt sich im stillen Gehorsam unter die höhere Macht und weiß, dass die Wege des Herrn eitel Güte und Wahrheit. - Wenn wir doch Alle so fest und so treu wären! In der Not, die da beten lehrt, wirft man dem lieben Gott einen Sack voll Versprechungen an die Himmelstür, aber wenn dann andere Zeiten kommen, dann ist's Alles vergessen, und bleibt, wie es war. Was soll man doch dazu sagen? Erstlich, dass wir elendes Gemächt sind, und verdienen weder Regen noch Sonnenschein; zum andern: dass Gottes Langmut das größte Wunder im Himmel und auf Erden; und zum Dritten und Letzten, dass wir je eher je lieber das Wort bedenken sollen, das St. Paulus an die Römer schreibt: „Weißt Du nicht, dass Dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ (Nikolaus Fries)

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