5. Mose 34,5
Andachten
„Also starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande der Moabiter nach dem Wort des HERRN. Und Er begrub ihn im Tal, im Lande der Moabiter gegenüber Beth-Peor.“
Aus dem Brief des Judas ersehen wir, dass es nicht unwichtig war, dass das Grab Moses sich den Augen der Menschen entzog, denn wir hören, es sei darüber ein Streit zwischen dem Engel Michael und dem Satan entstanden. Wenn auch der Grund nicht angegeben wird, weshalb der Leichnam verborgen wurde, so scheint doch Gottes Absicht gewesen zu sein, dem Aberglauben vorzubeugen. Denn es war bei den Juden üblich, wie ihnen auch Christus vorwirft (Mat. 23, 29), die Propheten zu töten, aber darnach ihre Gräber zu verehren. Sie wären also geneigt gewesen, um die Erinnerung an ihren Undank auszulöschen, zu Ehren des heiligen Propheten einen sündhaften Kultus einzurichten und dazu seinen Leichnam in das Land zu tragen, von dem er durch Gottes Gericht ausgeschlossen worden war. Es wurde also rechtzeitig dafür gesorgt, dass das Volk nicht in unbedachtem Eifer den Versuch machte, den himmlischen Ratschluss umzustoßen.
Es ist überflüssig, darüber zu streiten, wie Gott den Mose begraben hat - stehen ihm doch alle Elemente zu Diensten. Es genügte, dass er der Erde einen Wink gab, sie solle den Leib des heiligen Mannes in ihren Schoß nehmen. (Jean Calvin)