2. Mose 3,14
Andachten
„Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde.“
Das Nächstliegende, an das wir hierbei zu denken haben, ist das, dass Gott zu verstehen geben will: „Ich bin der zukünftige gewisse Gott aller Kreatur, wenn auch einstweilen für viele noch nicht.“ Es haben sich nämlich andere Gewalten vorgeschoben, und Gott steht für die meisten Menschen wie neben draußen. Aber wenn auch einstweilen fast alles abfällig ist von Gott, so ist Er doch der zukünftige König Aller. Denn es wird ja noch so werden, dass alle Zungen bekennen, dass JEsus Christus der HErr sei zur Ehre Gottes des Vaters, und damit Er dem Vater alles untertänig mache, auf dass Gott sei Alles in Allem. (Phil. 2, 10. 11; 1. Kor. 15, 28.) Dies musste schon dem Volk Israel durch Mose angedeutet werden. Denn das Volk hätte zu Mose sagen können: „Wo wir hinkommen, gilt ja nicht der Gott, von dem du redest, sondern ein anderer.“ „Er wird aber noch zur Geltung kommen, und steht mit Seiner ganzen Person und Seinem Namen dafür ein“, konnte dann Mose sagen. So hat's damals geheißen, so heißt's heute noch. Ja, Er wird noch Aller Gott werden, und der Augenblick kommt und kommt rasch, da Er nicht mehr nur zu Wenigen sagt: „Ich werde es sein“, sondern da Er aller Welt verkündigt: „Ich bins!“ (Christoph Blumhardt)