2. Petrus 3,14

Andachten

Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollt, so tut Fleiß, dass ihr vor Ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werdet.
Noch wandeln wir hier auf Erden und warten der Dinge, die da kommen sollen; aber ob wir es mit Furcht und Zittern tun oder mit sehnlichem Verlangen, ob jener Tag uns ein Tag der Angst oder der Freude sein wird, das hängt davon ab, wie wir des Tages warten. Kommen wird er, daran ändern wir nichts. Aber dass uns das Donnerwort der Ewigkeit ein Freudenwort werde, das liegt in unserer Hand. Fleiß müssen wir tun, dass wir vor dem HErrn unbefleckt erfunden werden, unbefleckt von der Welt und aller ihrer Lust und Eitelkeit, dass wir dem allen den Rücken gekehrt haben und haben die Schmach Christi für größeren Reichtum geachtet, als alle Schätze der Welt; und unsträflich, dass wir nicht mit unbußfertigem Herzen und mutwilligen Sünden den Sohn Gottes abermals gekreuzigt haben, sondern haben mit der empfangenen Gnade treulich gewuchert zu Ehren Seines herrlichen Namens; und in Frieden, dass nichts mehr uns von unserm HErrn scheidet, und alle Anklagen des Gewissens zum Schweigen gebracht sind durch die Gewissheit der empfangenen Vergebung. Und wenn dann an jenem großen Tage alles um uns her stürzen und zerbrechen wird, wenn die unbußfertigen Sünder schreien werden: „fallt über uns, ihr Berge, ihr Hügel deckt uns“, dann sind wir getrost, denn wir wissen, an wen wir glauben. Wohl allen, die auf Ihn trauen!

HErr JEsu Christe, der Du uns in Deinem Worte auf mancherlei Weise ermahnst, wegen Deiner Zukunft in steter Bereitschaft zu sein, wir bitten Dich, verleihe uns Deine Gnade, dass wir ja nicht wandeln als die Unweisen, sondern als die Weisen und des Wortes wahrnehmen, das wir hören, auf dass, wenn Du kommst, wir von Dir als die Deinen erkannt und zur ewigen Freude angenommen werden mögen. Amen. (Hermann Haccius)

Predigten