Lukas 16,9

Andachten

Ich sage euch: macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf dass, wenn ihr nun darbt, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten!
HErr JEsu Christe! Jener Haushalter hatte die Güter seines Herrn denen zugewendet, bei denen er wohnen wollte, wenn er darbte. Wenn wir dereinst darben müssen an allem, was wir haben, wenn der Tod uns alles nehmen wird, dann wollen wir eine Stätte haben bei Dir, in dem reichen Auszüglerhaus da droben. O, wir möchten uns bei Zeiten dort einkaufen und wir wissen den Preis, den Du forderst. Er heißt: Gib Mir, Mein Sohn, dein Herz und lass deinen Augen Meine Wege wohlgefallen! HErr, wir geben. Dir alles, was wir sind und haben; nimm es gnädig an und behüte uns auf allen unsern Wegen, dass wir nicht wankend werden, wie schon so oft, sondern im festen Glauben uns an Dich hängen, der Du allein unser Erretter bist am Tage des Gerichts! - „Er weiß schon nach Seinem Willen Mein Verlangen zu erfüllen; Es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben: wie Gott will, so muss es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit.“ Amen. (F. Ahlfeld.)


Macht Euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf dass, wenn Ihr nun darbt, sie Euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
Der Herr Christus erzählt Seinen Jüngern ein Gleichnis von dem ungerechten Haushalter, der seines Herrn Güter umgebracht hatte. Als nun der Herr Rechenschaft forderte, da überlegt der unredliche Verwalter, dass es nun mit ihm vorbei sei und seinem einträglichen Amte. Arbeiten mag er nicht; zu betteln schämt er sich, - da fügt er denn nun zu allen seinen Spitzbübereien noch die letzte und größte hinzu: Er erlässt allen Schuldnern seines Herrn ein Bedeutendes von ihrer Schuld, dass sie zum Dank ihn aufnehmen in ihre Häuser und ihn verpflegen und es ihm wohl sein lassen. - Und der Herr lobt den ungerechten Haushalter, dass er klüglich getan hatte. Das will nun Manchem schwer einleuchten! Der Herr lobt den ungerechten Mann, der durch Betrug und Dieberei sich ein ruhiges, behagliches Leben verschafft! - Ja, das ist auch ein absonderliches Loben, - nicht als ob die Sache selbst vom Herrn gebilligt und gut geheißen sei. Das kann doch Niemand meinen! Der Herr sagt nur, dass der ungerechte Haushalter von seinem Standpunkt aus ganz richtig gehandelt hat. Das war ein Mann, wie es heut zu Tage auch noch viele gibt, - die nichts von Ewigkeit, von Vergeltung, von Seligkeit und Verdammnis wissen wollen. Ihre Hoffnung ist auf Erden, am Grabe ist Alles vorbei, und wer wollte bestreiten, dass sie von ihrem Standpunkt aus ganz Recht haben, wenn sie ihre Angelegenheiten auch nur bis zu jenem Punkte in Ordnung bringen? Ihr ganzes Dichten und Trachten geht ihrer Gesinnung gemäß auf weiter nichts, als auf irdische Glückseligkeit und sinnlichen Genuss. - Nun, und da konnte der ungerechte Haushalter doch wahrlich nichts Besseres tun, als dass er die Schuldner seines Herrn zu seinen Mitschuldigen machte und sie zwang, ihn zu verpflegen bis ans Ende seiner Tage! Anders aber stehen wir, die wir eine feste Hoffnung und Zuversicht haben, die wir glauben an ein ewiges Leben, Auferstehung des Fleisches und an ein gerechtes Gericht Gottes. Alles, was wir tun, soll über das Grab hinauszielen, Alles, was wir vornehmen, soll in dem Glauben geschehen an den Heiland Jesum Christum und Sein Evangelium der Erlösung. Was tut's, ob wir auf Erden Schmerz dulden und Kümmernis, - was tut's, ob wir bis zum Grabe uns schleppen müssen als elende Krüppel, wenn uns nur im Himmel die ewigen Hütten bereitet sind, wenn wir dort nur den Herrn Herrn zum Freunde haben! In der Klugheit sollen wir den Kindern dieser Welt nacheifern, - in der Klugheit, dass wir durch den Mammon uns das verschaffen, was uns als das Kostbarste und Wünschenswerteste erscheint!

Und darüber, was das Herrlichste und Kostbarste ist, die Perle, dafür der kluge Kaufmann sein ganzes Vermögen hingab, darüber kann ein Christ nie im Zweifel sein! Darum wollen wir den Herrn bitten, dass Er unser ganzes Streben und Trachten gerichtet sein lässt nach dem Einen, das Not tut! Amen! (Burghard von Cramm)


Ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf dass, wenn ihr nun darbt, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Der Herr nennt den Mammon einen ungerechten. Der Mammon befasst aber alle Güter, die wir haben, Geld und Gut, Leibes- und Seelenkräfte, wie sie der natürliche Mensch hat. Er nennt bei dem Haushalter den Mammon einen ungerechten. Er hat Recht damit, denn es ist gestohlen Gut. Er nennt aber auch allen Mammon so, indem er spricht: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon!“ Nun sind doch nicht alle Güter gestohlenes Gut? Seht, so lange wir unsere Güter und Kräfte nicht in Gottes Hand legen, nicht zu seiner Ehre verwenden, sind sie auch gestohlenes Gut. Ihm gehören sie. In uns und außer uns soll sein Reich damit gebaut werden. Brauchen wir sie dazu nicht, verwenden wir sie anders, so entwenden wir sie Gott, es ist gestohlenes Gut. Alles, was der natürliche Mensch nach eigener Lust und Willkür braucht, ist daher ungerechter Mammon. Erst wenn wir Güter und Kräfte in Gottes Namen, zu Gottes Ehre verwenden lernen, erhalten sie die Weihe. Dann erst wird ihnen der Geist der Welt und der Ungerechtigkeit ausgezogen. Dann erst wird über sie der Segen gesprochen. Das ist der Wendepunkt, an welchem dein Mammon die rechte Frucht zu tragen anfängt.

Herr Jesu Christe. Jener Haushalter hatte die Güter seines Herrn denen zugewendet, bei denen er wohnen wollte, wenn er darbte. Wenn wir dereinst darben müssen an allem was wir haben, wenn der Tod uns Alles nehmen wird, dann wollen wir eine Stätte haben bei dir, in dem reichen Auszüglerhause da droben. O wir möchten uns bei Zeiten dort einkaufen und wir wissen den Preis den du forderst. Er heißt: Gib mir, mein Sohn, dein Herz und lass deinen Augen meine Wege wohlgefallen. Herr, wir geben dir Alles, was wir sind und haben; nimm es gnädig an und behüte uns auf allen unseren Wegen, dass wir nicht wankend werden, wie schon so oft, sondern im festen Glauben uns an dich hängen, der du allein unser Erretter bist am Tage des Gerichts. Amen. (Friedrich Ahlfeld)


Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon.
Mit Hilfe des irdischen Besitzes sollen sich Jünger Jesu Freunde machen. Es gibt ein Geben, das die Herzen verbindet; da ist das Geld am allerbesten angelegt, denn es trägt reiche Frucht für die Ewigkeit. Aus Matth. 10, 40-42 erkennen wir klar, welche Leute wir uns zu Freunden machen sollen. Das Werk Christi hienieden erfordert Leute und Geld. Die einen tun den Dienst, die anderen geben Geld dazu her; die einen bauen Bethäuser, die andern helfen mit. Gott aber belohnt alles, was Ihm getan wird. Da kann nun die ganze Jüngerschar ihre Talente, ihre Kräfte, ihre Gelder anlegen und in den Dienst Gottes stellen. Hütten, „ewige Hütten“ stehen den Gliedern Christi, Seinen Brüdern, Seinen Bauleuten in Aussicht. Und wenn sie im Besitz ihrer Erbgüter sind, so können sie damit schalten und walten, wie man das jetzt mit irdischem Besitze tut. Da kann es denn vorkommen, dass ein treuer Knecht über vieles gesetzt wird, während ein anderer ziemlich ärmlich gestellt ist. Hat sich nun letzterer im Leibesleben Freunde gemacht, die nun in ewigen Hütten wohnen und daher über vieles verfügen, so kann ihm das unendlich viel eintragen. In ewigen Hütten Freunde haben, das hat hohen und weittragenden Wert. Wer den irdischen Besitz nur für sich verwendet und ihn für seine Nachkommen fein zusammenhält, der ist untreu; wer aber damit Gottes Werk treibt und dem Herrn dient, der ist treu. Wir möchten aber nicht nur guter Freunde willkommene Gäste in der Ewigkeit sein, ach, wir hätten auch dort so gern eine eigene Hütte! So lasst uns denn Tag für Tag treu erfunden werden! (Markus Hauser)

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