====== Jeremia 14,22====== =====Andachten===== „**Du bist doch der HErr, unser Gott, auf den wir hoffen.**“\\ Wenn es einem noch so herb geht, dass man fast nicht weiß, wie durchkommen, so muss man eben sagen: „Du bist doch der HErr, unser Gott, auf den wir hoffen,“ der uns sein freundliches Angesicht noch darbieten wird. Denn Hoffnung lässt nicht zu Schanden werden, und nach dem, was man vor Augen hat, darf man nicht urteilen. Vor Augen schlimm, ist oft keine böse Sache; aber vor Augen gut, ist oft eine arge Täuschung; denn ein Ruck: dann ist's fort. Es gibt nichts Gutes in der Welt, das nicht auf einmal weg sein kann. Wenn ich strotze von Gesundheit, und es kommt ein Zahnschmerz, dann ist alle Glückseligkeit weg. Wenn Einer noch so sehr in Ehren ist, und er kommt in eine Unehre hinein, so ist ihm all seine Ehre nichts mehr. Was wir nur für den Augenblick Gutes haben, hat keinen Wert; da ist das Böse oft besser, als das Gute. Ihr kennt ja die Geschichte vom Polykrates. Dem ist das Glück nachgesprungen, dass er ganz Angst davor gekriegt hat, und er ist auch richtig zuletzt gekreuzigt worden. Das Böse aber, das wir in dieser Welt haben, geht für die, die den HErrn ihren Gott sein lassen und auf Ihn hoffen, vorüber, und zuletzt kommt das gute Teil, das ewig währt und nicht mehr von uns genommen wird. Der Herr gebe es uns bald. (Christoph Blumhardt) =====Predigten===== {{tag>Blumhardt_Christoph_Andachten}}