======Psalm 25,9====== =====Andachten===== V. 9 „**Er leitet die Elenden (Demütigen) recht.**“ \\ Die Bereitschaft, sich leiten zu lassen, findet sich in keinem Menschen. Zuerst muss das Herz gedemütigt und gebeugt werden, weil es von Natur aus mit Hochmut und Stolz erfüllt ist. Gott demütigt zuerst, und dann reicht er freundlich seine Hand, um durch das ganze Leben zu führen! (Jean Calvin) ---- **“Er leitet die Elenden recht, und lehrt die Elenden Seinen Weg.“**\\ Also die Elenden leitet Er recht und lehrt oder führt sie den rechten Weg. Wer Sein bedarf, kann Ihn leicht haben: er darf nur eine Bitte tun, so hat er Ihn. Wer Sein nicht bedarf, der bittet nicht, sondern behilft sich mit sich selber und sagt: „Ich kann's selber machen“; wie es kleine Kinder machen, die den Löffel nehmen und sagen: „Ich kann selber essen“, können's aber eben doch nicht. So lang man aber sagt: „Ich kann's allein, ich brauche Niemand“, ist man nicht elend. Wenn man aber merkt, dass man ein Nichts ist und auf allen Seiten Seiner bedarf, dann ist Er barmherzig und neigt sich mit großer Freundlichkeit zu Seinen Kindern; wie eine Mutter zu einem elenden, weinenden, jammernden und wimmernden Kinde oft viel mehr Zug hat, als zu den frischen und gesunden, die wie die Kugel aus dem Rohr umher springen. Es ist beim Wort Gottes so schön, dass es sich immer mit den Elenden beschäftigt; die Propheten tun's, die Psalmen tun's, der Heiland tut es. Was würden aber auch die Elenden dazu sagen, wenn sie in der Bibel vergessen wären! (Christoph Blumhardt) =====Predigten===== {{tag>Calvin_J_Andachten Blumhardt_Christoph_Andachten}}