Diese Seite ist nicht editierbar. Sie können den Quelltext sehen, jedoch nicht verändern. Kontaktieren Sie den Administrator, wenn Sie glauben, dass hier ein Fehler vorliegt. ======Galater 3,23====== =====Andachten===== **Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, dass wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister.**\\ Es ist der erste Tag im neuen Jahre. Sind wir rechte Christen, so mögen wir uns freuen an diesem Tage, obschon er uns an die Flüchtigkeit der Zeit, an die Nichtigkeit alles Irdischen und an die eigene Ohnmacht erinnert; denn es ist der Tag, an welchem der Freie ein Knecht wurde, indem er unter das Gesetz Moses getan ward, auf dass die Knechte frei, ja Kinder und Erben würden; denn Knechte sind wir gewesen, und sind es noch, wenn wir nicht teil haben an der Erlösung, die durch JEsum Christum geschehen ist. Paulus will zwar, wenn er von der Zeit spricht, da wir unter dem Gesetze verwahrt und verschlossen waren, und von der andern, da wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister stehen, die Zeit verstanden haben, da Christus kommen sollte. Du aber, sagt Luther, magst es auch ziehen nicht bloß auf dieselbe Zeit, sondern auch auf das Werk, so beide, das Gesetz und die Gnade in jedem Gläubigen zu wirken pflegen. Mit dem Gesetze hat Gott einen Zuchtmeister in die Welt gesetzt, der die Sünder züchtigen und mit scharfem Schwerte in ihr Herz und Gewissen schlagen soll, damit er sie zu Christo treibe, und darum ist der Zuchtmeister noch immer da und wird auch bleiben, so lange noch Seelen zu Christo zu treiben sind. So gehen das alte und das neue Jahr neben einander her, und wer sich von dem Zuchtmeister nicht treiben lassen will, der bleibt in dem alten; die aber die Zucht annehmen, die kommen zu Christo und treten in das neue Jahr ein, da wir nicht mehr in dem unseligen Stande der Knechtschaft sind, sondern in der seligen Freiheit der Kinder Gottes. HErr, wir sind viel zu geringe aller Barmherzigkeit und Treue, die Du an uns getan hast, und mit nichts können wir den Dank bezahlen, den wir Dir schuldig sind. Vor allen Dingen lass uns stets vor Augen haben Deine väterliche Gnade, dass Du uns armen Sündern zu gut Deinen Sohn unter das Gesetz getan hast, dass Er mit Seinem vollkommenen Gehorsam Deinen gerechten Zorn stillte und unsern Ungehorsam heilte. Ach, erleuchte durch Deinen Geist unsere Herzen, dass wir uns dieses Gehorsams wider unsere Sünde und böses Gewissen trösten können und in Glauben und Gerechtigkeit das neue Jahr anfangen und vollenden. Amen. (Hermann Haccius) =====Predigten===== {{tag>Haccius_Hermann_Andachten}}