Diese Seite ist nicht editierbar. Sie können den Quelltext sehen, jedoch nicht verändern. Kontaktieren Sie den Administrator, wenn Sie glauben, dass hier ein Fehler vorliegt. ====== Matthäus 10,7====== =====Andachten===== **Geht aber hin und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbei gekommen. **\\ Mit dieser Botschaft sandte Jesus seine Jünger aus, als er noch auf Erden wandelte. Mit dieser Botschaft hat er sie, als er gen Himmel fuhr, gesandt zu allen Völkern. Das soll laut ausgerufen werden, solange die Erde steht und bis an die Enden der Erde: „Das Himmelreich ist nahe herbei gekommen!“ Und - wenn alle Völker dies Evangelium vernommen haben, dann kann das Ende kommen und der Herr in seiner Herrlichkeit (Mark. 13, 10). Fast zu allen Völkern ist schon dieser Ruf gekommen; wenige Heidenvölker sind es, die ihn noch gar nicht gehört haben. Traurig aber ist's, dass es nicht wenige in der Christenheit gibt, denen diese Botschaft noch ferne ist, und die so ferne sind vom Himmelreich. Und doch ist das Himmelreich so nahe, so nahe besonders in dieser heiligen Zeit. „Der Herr ist nahe“, und wo Jesus ist, da ist das Himmelreich. Wie selig könntest du sein, o Mensch, wenn du nur Jesum im Glauben aufnehmen wolltest in dein Herz als deinen Heiland und Herrn, und ihm dienen in deinem Leben! Wo Jesus einzieht in das Herz, da müssen Sünde und Traurigkeit schwinden, und Freude und Friede ihren Einzug halten. Zuweilen mag es auch dem gläubigen Christen, der in der Gemeinschaft des erhöhten Heilands steht, scheinen, als wenn das Himmelreich noch gar ferne sei. Und das Reich der Herrlichkeit ist auch noch nicht vorhanden. Die Herrlichkeit seines Reichs ist noch eine verborgene Herrlichkeit; Sünde und Bosheit, Not und Trübsal haben noch einen weiten Raum in der Welt, und das göttliche Haupt seiner Gemeinde entzieht sich noch unserm leiblichen Auge. Da sollen wir denn nicht ungeduldig werden. Es kommt einst der Tag, an welchem das verborgene Reich Gottes offenbar werden wird, und auch in äußerlicher Herrlichkeit sich zeigen. Das ist der Tag, an welchem des Menschen Sohn wiederkommt, wie er verheißen hat. wird aber nicht im Winkel geschehen, dass man fragen müsste, ob Christus hier sei oder da. Da werden alle ihn zugleich sehen, wie den Blitz aller Augen zumal erblicken (Matth. 24, 27). Um das Kommen dieses Reiches bitten wir in der zweiten Bitte. Dann wird alle Sünde, Jammer und Not ein Ende haben. Wer aber hier nicht schon das Himmelreich im Herzen hat, und mit seinem Herzen darinnen ist, der wird auch am Reich der Herrlichkeit keinen Teil haben. Lasst uns beten: Herr Jesu, Du bist uns wieder nahe in dieser Gnadenzeit. Du hast uns, die wir ferne von Dir waren, schon durch die heilige Taufe und durch die Predigt Deines Wortes Deinem Reiche nahe gebracht, und hast uns das Recht gegeben, aus Deiner Fülle zu nehmen Gnade um Gnade. Wir aber sind so träge und ungläubig gewesen, und haben so wenig an Dich und Deine Seligkeit gedacht. Erbarme Dich unser. Hilf uns, dass wir im Glauben zugreifen; lass uns Dein sein und bleiben, Du herrlicher himmlischer König, und gib uns ein festes Vertrauen zu Deiner Gnade. Sende treue Prediger und Boten zu allen Völkern, auch zu denen, die Dir noch ferne sind in der Christenheit. Erwecke immer mehr Herzen, die bereit sind, gerne zu geben für das Werk der Mission. Lass aber Deine Gnadenbotschaft an uns nicht vorübergehen. Ob Tausende sie verschmähen, wir wollen sie annehmen und ihr folgen. Hilf uns dazu, und bringe uns endlich in Dein ewiges, sichtbares, herrliches Reich. Amen. (Alfred Meyer) =====Predigten===== {{tag>Meyer_Alfred_Andachten}}