Diese Seite ist nicht editierbar. Sie können den Quelltext sehen, jedoch nicht verändern. Kontaktieren Sie den Administrator, wenn Sie glauben, dass hier ein Fehler vorliegt. ======Psalm 16,10====== =====Andachten===== **Denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen, und nicht zugeben, dass Dein Heiliger verwese.**\\ Dieses Wort hat seine eigentliche Erfüllung in dem Herrn Jesu; aber es bezieht sich auch, mit einer Veränderung, auf alle, die in Ihm sind. Unsre Seele soll nicht in dem getrennten Zustande gelassen werden und unser Leib soll, obgleich er verwesen wird, wiederum auferstehen. Die allgemeine Bedeutung indes, mehr als die besondere Anweisung ist es, worauf wir diesmal des Lesers Gedanken richten möchten. Wir mögen in tiefe Schwermut sinken, bis es scheint, als wären wir in den Abgrund der Hölle gestürzt; aber wir sollen nicht da gelassen werden. Es mag scheinen, als wären wir an des Todes Pforte in Herz und Seele und Bewusstsein; aber wir können nicht da bleiben. Der Tod der Freude und Hoffnung in unsrem Innern mag sehr weit gehen, aber er kann nicht zu den äußersten Folgen fortschreiten, so dass er die völlige Verwesung schwarzer Verzweiflung erreichte. Wir mögen sehr tief sinken, aber nicht tiefer, als der Herr zulässt; wir mögen in dem tiefsten Kerker des Zweifels eine Zeitlang bleiben, aber wir sollen dort nicht umkommen. Der Hoffnungsstern ist immer noch am Himmel, wenn die Nacht am schwärzesten ist. Der Herr wird uns nicht vergessen und uns nicht dem Feinde überliefern. Lasst uns in Hoffnung ruhen. Wir haben es mit einem zu tun, dessen Barmherzigkeit ewiglich währet. Gewiss, aus Tod und Finsternis und Verzweiflung werden wir noch zu Leben, Licht und Freiheit auferstehen. (Charles Haddon Spurgeon) ---- **“Du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen, und nicht zugeben, dass Dein Heiliger verwese.“**\\ Petrus bezieht dieses Wort Apg. 2, 27 auf den lieben Heiland. Der, der die Sünde der Menschen trug, soll nicht in der Hölle, d. h. hier, im Tode gelassen werden. Tot sein mit den Toten, das durfte bei Ihm nicht bleiben. Die Toten alle mussten harren, und müssen es heut noch, soweit sie nicht in völligem Glauben sterben; sie müssen auch dem Leibe nach verwesen und lange Zeit verwest sein. Der Eine aber, JEsus Christus, hat nur drei Tage harren dürfen. Er hat sollen erwachen, ehe der Modergeruch an Seinen Leichnam kam. Aber wenn auch die Verwesung an Ihn gekommen wäre, hätte es müssen doch hinausreichen, so gut wie bei Lazarus. Aber ein Großes ist es, dass Einer unvermittelt, nur vermöge der Allmacht des Vaters, von den Toten wieder auferstehen konnte, und dann leben, ohne je wieder zu sterben, einen verklärten Leib habend. Was ist doch das für ein Mann, der durch sich selbst es so weit gebracht hat, dass alle Gewalt-Akte der Finsternis an Ihm völlig zunichte geworden sind! Ja, das ist der Mann, durch den alles erlöst werden kann vom Tod, der Heiland, auf den alles bauen muss, und dessen Namen einmal alle anerkennen müssen als den Namen dessen, dem Ehre gebührt. So dürfen wir denn hoffen, das Sterben und Gestorbensein nehme auch einmal ein Ende, und die Zeit der großen Gnaden werde nahe sein. Wir hoffen es, und die ganze Kreatur sehnt sich danach mit großem Seufzen. Endlich muss es ja kommen, und dann wird auch eine Auferweckung der Seelen stattfinden und eine Erneuerung der ganzen Schöpfung von ihrem tiefen Fall. (Christoph Blumhardt) =====Predigten===== {{tag>Spurgeon_Charles_Andachten Blumhardt_Christoph_Andachten}}